Systemisches Anti-Gewalt-Training (klassisch)

Gewalt und Wut macht Angst und Gewalttätigkeit zerstört. In allen ihren Formen zerstört sie den einzelnen Menschen an Leib und Seele und die Gemeinschaft. Gewalt und Gewalttätigkeit gehören zu einem Kreislauf von Angst und Macht. Unser Ziel ist es, diesen Kreislauf der Wut zu unterbrechen.
Wir gewöhnen Wut nicht ab, sondern vermitteln die Schlüsselkompetenzen für Wege aus der Gewalttätigkeit: Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und Konfliktkompetenz
Im Mittelpunkt unseres delikt- und defizitspezifischen Trainings mit gewalterfahrenen und gewaltbereiten jungen Mehrfachtätern (ab 12 Jahren ) geht es zum einen um das Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen um den Aufbau von reflektierten Positionen zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Menschen. Wir bieten hiermit Hilfe zur (Re-)Sozialisierung.

Inhalte und Zielsetzung
Einzel-Interviews, Analyse der Aggressivitätsauslöser und Gewaltrechtfertigungen. Tatkonfrontation und Provokationstests auf dem heißen Stuhl, Opferbriefe und -aufsätze zur Konfrontation mit dem Opferleid
Mit verschiedenen Trainingselementen bietet das klassische AGT den TeilnehmerInnen die Möglichkeit zu:
Sensibilisierung für gewalttätige Kommunikationsformen im aktuellen Lebensumfeld
Erkennen gewalttätiger Dynamiken in der eigenen Lebensgeschichte und dem Zusammenhang der damit verbunden Konsequenzen
Definition von Gewalttätigkeit aus Sicht von Täter und Opfer
Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
Erlernen von Gefühlsäußerungen als Ausdruck der Stärke
Bewusstes Wahrnehmen und Beurteilung der eigenen Beziehungsgestaltung im „Hier und Jetzt“
Entwicklung und Erprobung gewaltfreier Verhaltensalternativen, bzw. neuem Konfliktlösungsverhalten • im Rahmen von initiierten Feedbackprozessen Lernerfahrungen in der Trainingsgruppe zu machen
Transfer von erlerntem in den Alltag.

Es geht also um:
die Vermittlung von pro-sozialem Verhalten
die Stärkung des positiven Selbstkonzeptes
das Bewusstmachen von Gewaltstrukturen
Anhebung der Schwelle von Gewaltbereitschaft
Stärkung der Selbstkontrolle
Infrage-Stellen einer negativen, aggressiven Führungsrolle
Förderung des Einführungsvermögens in andere Personen (Empathie)
Förderung der Kooperationsfähigkeit
Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Geschichte
Erlernen von Konfliktvermeidungsstrategien
Kanalisieren von aggressiven Potenzialen
die Konfrontation mit der Tat und der Opferperspektive
Sozialtechniken des positiven Rückmeldens
etc.

Themen und Methoden
Kontakt/Austausch über Gewalt
Kleingruppen- und Plenumsarbeit, Biographiearbeit
Gewalt als Kommunikationsmittel
Kanalisierung von Aggressionen / Aggressionsabbau
Sensibilisierung & Stärkung der TeilnehmerInnen für Situationen und Verhaltensmuster
Reflexion eigener Verhaltensmuster
Reflektion der persönlichen Einstellung zum Thema Gewalt
Körpersprache & nonverbale Kommunikation
Sensibilisierung für eigene und fremde Gefühle
Wahrnehmungsfördernde Übungen aus der sozialen Gruppenarbeit und der Gestalttherapie
Bedeutung von Toleranz Ehre & Respekt
Konfliktvermeidung
Umgang mit Macht und Ohnmacht
Opfer, Täter & Zuschauer
Sensibilisierung
Erarbeiten von „Handwerkszeug“ für Gefahrensituationen und konkreten Lösungsstrategien
Deeskalationstechniken
Entspannungsübungen

Dauer
Der zeitliche Rahmen des systemischen Anti-Gewalt-Trainings beginnt bei 8 Teilnehmern ab 80 Stunden (z. B. 1 x pro Woche 4 -5 Stunden, auch Wochenendtermine möglich)

TrainerInnen
2 zertifizierte systemische Anti-Gewalt- und Deeskalations-Trainer/innen 

Leistungen:
Vorgespräche
Durchführung der Einzelcastings
Konzeptionelle Vor- und Nachbereitung
Durchführung des SysAGT®
Pressegespräch (bei Interesse)
Teilnahmebescheinigungen
Ausführliche Auswertung in Gesprächen sowie in Schriftform
Materialkosten
Fahrtkosten
 

Kontaktieren Sie uns bei Interesse! Wir freuen uns auf Sie!