Konflikte? Gerne! Konfrontativer Umgang mit Konfliktsituationen im (Arbeits-)Alltag

Wir kommen zu Ihnen (In-House Fortbildung), SNJ validiert

TeilnehmerInnen: 8-25
Dauer: 18 Stunden (3 aufeinanderfolgende Modultage à 6 Stunden)
Sprache/n: Luxemburgisch/Deutsch

Aggressive Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene gehören hin und wieder zu Ihrem beruflichen Alltag. Auch Kollegen/-innen und Vorgesetzte wissen oft keinen Rat und Sie sind frustriert und ausgelaugt. In dieser Weiterbildung wird gezeigt, wie Sie mit respektlosem und grenzverletzendem Verhalten umgehen können, ohne zu viel eigene Energie zu investieren, wie Sie Freude am Konfrontieren bekommen, die Stimmung auf dem Arbeitsplatz verbessern und somit Ihren Arbeitsalltag erleichtern können. Die TeilnehmerInnnen sollen dazu beitragen, in ihrer Institution langfristig eine verbesserte Streitkultur im Umgang mit Konflikten, Aggressionen und Gewalt zu etablieren.Qualitätsentwicklung in der Gewaltprävention bedeutet eine Professionalisierung auf institutioneller Ebene. Prävention von Gewalt darf nicht dem Zufall überlassen werden.Konflikt-, Krisen- und Gewaltsituationen sind in der Arbeitswelt keine Seltenheit. Beleidigungen, Provokationen, Belästigung und andere Formen der Grenzüberschreitung gehören in einigen Arbeitsbereichen zum Alltag. Die Bearbeitung dieser Situationen fordert von den Fachkräften viel Energie und ein hohes Maß an Professionalität. Der Nutzen eines auf die Institution zugeschnittenen präventiven Konzeptes, bzw. Sicherheitskonzeptes besteht darin, dass alle befähigt werden, auftretende Konflikte und Anzeichen für Krisen- und Gewaltsituationen frühzeitig zu erkennen und angemessen auf diese reagieren zu können. Somit tragen alle aktiv dazu bei, Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen. Die eingesetzte Energie zahlt sich dementsprechend positiv aus. Das Fortbildungskonzept ist ein handlungs- und erfahrungsorientiertes Lernprogramm, das individuelle Strategien und Konzepte für konstruktive Konfliktlösungen entwickelt und Sicherheit gibt für das Arbeiten in krisen- und gewaltbesetzten Situationen. Die verschiedenen Unterstützungsangebote und Zugangswege zielen darauf, die Ressourcen und Kompetenzen, besonders im Bereich der Konfliktaustragung aller Beteiligten, zu fördern.

Ziele
Die TeilnehmerInnen:
– erlernen die Grundzüge des konfrontativen Stils (KonSt®)
– lernen Ursachen von Gewalt sowie die Definition von Gewalt, Aggression und Konflikt
– erlernen und erfahren neue Handlungstools (u.a. Konfrontations- und Deeskalationstechniken)
– überdenken ihr eigenes bisheriges Handeln
– erfahren die friedfertige Grundhaltung des konfrontativen Stils (KonSt®) und sie werden angeleitet, diese zu übernehmen
– lernen mit Gefühlen zu arbeiten
– erfahren wie der Spaß am Job verstärkt und Energieverlust vermieden wird.Die TeilnehmerInnen sind in der Lage:
– Arbeitsweisen des konfrontativen Stils (KonSt®) und des autoritativen Erziehungsstils zu verstehen und nachzuvollziehen und aktiv ihre Schüler/-innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen
– ungewollte Eskalationsprozesse und Vermeidungsstrategien zu erkennen und zu bearbeiten und verfügen über Deeskalationstools
– Grenzen zu erkennen und lernen das Bearbeiten von Neutralisierungstechniken– sich neue Handlungstools für Konfliktsituationen anzueignen, was zu souveränerem Handeln im Berufsalltag führt
– Gruppenprozesse zu erkennen und zu steuern, souverän Konflikte zu managen und diese respektvoll und wertschätzend zu konfrontieren
– den Kontakt zu Kindern, Jugendlichen, Mitarbeitern etc. zu vertiefen

Inhalt:

  1. Termin: Allgemeine Einführung, erste Ansätze, Tools und Techniken
  2. Konkrete Umsetzung, Tools und Techniken
  3. Termin: Abschluss der Umsetzungsphase, Besprechen noch bestehender Problemfelder
  • Ursachen und Formen von Gewalt, theoretische Ansätze zur Erklärung von Gewalttätigkeit / nichtregelkonformem Handeln
    Strategien und Interventionen zur Gewaltprävention und Intervention
  • Analyse und Reflexion der akuten Problemfelder anhand aufgetretener Aggressionsformen
  • Reflexion eigener Verhaltens-und Kommunikationsmuster
  • eigene Grenzen erkennen, benennen und verteidigen, Nein-Sagen, Abgrenzung
  • Emotionen erkennen, zulassen und kontrollieren
  • Aggressionsformen in der Interaktion
  • Körpersprache und nonverbale Kommunikation
  • Möglichkeiten der Kanalisierung von Aggressionen
  • Vermeidungsstrategien
  • Körperhaltung und Körpersprache – ausprobieren und erkennen
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Beschäftigung mit der Frage: „Bedroht mich Aggression oder sehe ich sie als Herausforderung meiner Kompetenzen?“
  • Deeskalation Theorie & Praxis
  • Verhalten in Gefahrensituationen mit Menschen in Ausnahmesituationen.

    Arbeitsformen
  • Theorieinputs / Kurzreferate
  • Praxissimulationen
  • Bewegungs- und Kampfübungen
  • Konfrontations-, Kooperations- und Kommunikationsübungen
  • Entspannungsübungen
  • Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • Exemplarische Einzelfallanalyse
  • Transfer in den individuellen beruflichen Alltag
  • u.a

    -vertiefende Fortbildung: Komm runter! Deeskalation und Cooldown